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Große Fortschritte

13. Juni 2014

Unsere kleine Tochter Valerie, die immer gerne geschlafen hat, hat zwei schlaflose Wochen hinter sich. Das heißt, dass sie nicht mehr geschlafen hat, ist übertrieben – sie schlief sehr unruhig, schlief schwerer ein und wachte öfter auf. Vor allem tagsüber beobachtete ich diese ungewöhnlich aufregenden Schlafphasen. Besonders verwundert war ich darüber aber nur in den ersten Tagen. Dann erinnerte ich mich an ähnliche Beobachtungen bei unserem Sohn und zwar jedesmal, wenn er große Entwicklungssprünge gemacht hatte. Er schien im Schlaf die neuen Eindrücke, die er durch das neu Erlernte gewann und die ihn nicht nur glücklich zu machen schienen, sondern gleichzeitig auch verunsicherten, zu verarbeiten.

Artikel_Valerie und Felix

Dasselbe vermute ich nun bei unserer kleinen Valerie. Es freut mich zu beobachten, dass sie im letzten Monat nicht nur ihr Lächeln zu einem zwar noch selten vorkommenden aber wunderschönen glucksenden Lachen ausgebaut hat, sondern auch greifen und auf dem Bauch liegend ihren Kopf sehr hoch und stabil halten kann. Außerdem dreht sie sich mit großer Anstrengung schon um und betrachtet die verschiedenen Spielsachen, die man ihr anbietet, sehr gezielt und aufgeregt.

Unser Felix ist auch sehr stolz auf seine Schwester. Mit großer Freude berichtet er den Großeltern von ihren Fortschritten und ich beobachte, dass er neben den Liebkosungen auch beginnt, mit ihr zu spielen, indem er ihr Spielsachen in die Hand gibt und sich neben sie kuschelt und ihr ein Buch „vorliest“. Da diese neuen Eindrücke Valerie aber auch aufregen und verunsichern und sie tagsüber nicht sehr viel schläft, sucht sie viel öfter meine Nähe und ich komme nicht umhin, sie stundenlang im Arm zu halten. Dies schränkt mich leider immer wieder im Spielen mit Felix ein, was ihm natürlich nicht gefällt. Immer wieder macht er Dinge, die ihm bekannterweise nicht erlaubt sind, genau dann, wenn ich nicht handeln kann, etwa wenn ich Valerie gerade am Sofa stille oder versuche, sie im Schlafzimmer schlafenzulegen. Laut brüllend läuft er durch die Wohnung und ruft „Ich will aber schlimm sein!“.

In den letzten Tagen entspannt sich die Situation zum Glück weitgehend. Valerie scheint sich mit den neugewonnenen Fähigkeiten und Fertigkeiten angefreundet zu haben und auch Felix kommt immer besser damit zurecht, dass er mich und meine Aufmerksamkeit, für immer größere Zeitspannen mit seiner kleinen Schwester teilen muss.

Was ich außerdem beobachte ist, dass ich die verschiedenen Fortschritte nicht wie beim ersten Kind hart ersehne und froh bin, wenn sie endlich eintreten, sondern ich nun bei meinem zweiten Kind entspannter bin und ich mich daran erfreuen kann, wenn mich ihre neuen Fähigkeiten und Fertigkeiten überraschen. Ich bin also schon sehr gespannt, was mich als Nächstes erwartet!

Bis bald,

eure Nina

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Hier erfährst du mehr zum Thema Familie und Erziehung.

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