zurück zur Übersicht

Vertrauen und Selbstverständlichkeit

11. Juli 2014

In den letzten Wochen habe ich das Gefühl, dass die neue Lebenssituation mit der kleinen Schwester Valerie für Felix zur Normalität geworden ist. Es scheint für ihn selbstverständlich geworden zu sein, seine Eltern bzw. unsere Aufmerksamkeit immer wieder mit seiner Schwester teilen zu müssen, sich in den kurzen Phasen, in denen ich sie schlafen lege, auch einmal alleine zu beschäftigen und sich auf ihre Bedürfnisse, die ihm zu Beginn vollkommen fremd waren, einzustellen.

Außerdem scheint er nun das dringende Bedürfnis zu haben, seine kleine Schwester an allem teilhaben zu lassen, was manchmal auch zu waghalsigen Situationen führen kann, weshalb ich das Gefühl habe, die beiden keine Minute aus den Augen lassen zu können. So versuchte er etwa letzte Woche, Valerie alleine von unserem großen, in sein kleines Bett zu tragen, um dort mit ihr zu kuscheln, oder sie in ihrer Wippe zum Esstisch zu heben, um sie am Essen teilnehmen zu lassen. Es scheint für ihn so selbstverständlich geworden zu sein, dass wir Valerie durch die Wohnung tragen, dass er kein Problem darin sieht, das mit seinen knapp drei Jahren nicht auch selbst zu tun. Völlig überrascht lässt er sich nur widerwillig von seinen Absichten abbringen.

Vivocell Blog_Vertrauen und Selbstverständlichkeit

Auch beim Schlafengehen am Abend habe ich das Gefühl, dass die Anwesenheit von Valerie Felix nicht mehr aufregt und überrascht wie zu Beginn, sondern vielmehr beruhigt. Er war immer schon ein Kind, dass sich am Abend nicht ruhig ins Bett legen wollte, sondern noch herumturnte und offenbar dagegen ankämpfte, dass ihm dann doch irgendwann die Augen zufielen. Seit einigen Tagen beobachte ich aber eine völlig neue Situation: Valerie schläft meist schon vor Felix, weshalb er auf Zehenspitzen ins Zimmer schleicht und mich gleichzeitig mit dem Finger ermahnt, ganz leise zu sein. Sobald er dann seine Flasche getrunken hat, kuschelt er sich vorsichtig an Valerie und hält ihre Hand. Um sie nicht aufzuwecken, liegt er vollkommen ruhig da und schläft innerhalb weniger Minuten ein.

Doch nicht nur Valerie scheint ihren großen Bruder zu beruhigen. Auch sie genießt die Aufmerksamkeit von Felix. Wacht sie manchmal auf, wenn wir ins Zimmer kommen, schließt sie beim Anblick ihres Bruders sofort zufrieden ihre Augen und schläft weiter. Und auch tagsüber strahlt sie ihn an sobald er mit ihr spricht oder beobachtet ihn interessiert auf einer Decke, wenn er neben ihr spielt.

Schon in den ersten Wochen zu viert hatte ich das Gefühl, dass wir uns zusammengefunden hätten. Nun aber merke ich, dass die Vertrautheit zwischen den Kindern – und natürlich auch uns – sowie die Selbstverständlichkeit und das Verständnis für jeden einzelnen, immer weiter wächst.

Bis bald,

eure Nina

……………………….

Hier erfährst du mehr zum Thema Familie und Erziehung.


Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>