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Schwanger: Bauch oder kein Bauch?

24. Juli 2014

  • FÜNFTER und SECHSTER MONAT

Alles dreht sich um den Schwangerschaftsbauch

Wenn der Bauch langsam riesig wird, wachsen auch die Beschwerden, heißt es überall. Wenn er allerdings eher klein und kompakt bleibt, bedeutet das wider Erwarten auch nicht unbedingt, dass alle Beschwerden ausbleiben.

Langsam erkennt man zumindest bei genauem Hinschauen, dass ich schwanger bin, aber ich hinke den anderen Schwangeren in meiner Woche definitiv hinterher. Noch nie hat mir jemand in der Straßenbahn oder der U-Bahn einen Sitzplatz angeboten. Noch nie hat mich jemand aus meinem weiteren Umfeld gefragt, ob ich schwanger bin – die meisten denken vermutlich, ich hätte einfach etwas zugelegt.

Bei der Schwangerschaftsgymnastik, die die meisten ab der 26. Schwangerschaftswoche besuchen, um fit zu bleiben, hielten mich die anderen bei meinem ersten Besuch diese Woche für die Vorturnerin; als ich meinte, ich sei auch zum Mitturnen hier, schauten sie ein wenig befremdet. Vermutlich dachten sie, ich sei eine dieser hypervorsichtigen und unterbeschäftigten Mütter, die schon in der 15. Woche zum Turnen gehen, weil sie sonst nichts zu tun haben.

Dazu kommen die ständigen besorgten Fragen (und Blicke!) von Verwandten und Freunden, weil der Bauch ja nicht wächst. Ununterbrochen muss man allen versichern, dass eh trotzdem alles bestens ist und dass das Baby eh genug Platz hat.

Das wirklich eigenartige an der Situation ist aber, dass ich zwar eben kaum einen Bauch habe, aber dennoch die Beweglichkeit (oder Unbeweglichkeit) einer Schwangeren mit ‚Normbauch’. Zum Beispiel watschle ich schon mehr als ich gehe. Und aus der Rückenlage aufrichten kann ich mich schon lang nicht mehr, stattdessen muss mich recht kompliziert zur Seite drehen und dann hochstemmen; ohne Taktik geht da nichts mehr.

Die Fehleinschätzungen von Außen führen leider auch dazu, dass ich mich manchmal nicht wie eine Schwangere verhalte und dazu neige, mich zu übernehmen und Kurzatmigkeit etc. zu übersehen – ganz nach der Devise: Wer nicht schwanger aussieht, braucht sich auch nicht so zu benehmen (was natürlich Blödsinn ist).

Luxusprobleme? Vielleicht. Aber ich bin langsam ganz schön stolz auf meinen Bauch und hätte schon sehr gerne, dass alle sehen, wie schwanger ich bin. Wer also unter der ständig größer werdenden Kugel leidet, sei getröstet: Anders herum ist es auch nicht immer leicht.

Mein Plan also: ab nun werde ich in körperbetonten Sachen durch die Gegend laufen, vielleicht bietet mir dann ja einmal wer einen Sitzplatz an!

Bis dahin alles Liebe!

Eure Katharina

Vivocell Katharina Reither_Schwangerschaftsblog

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